Willkommen beim VFG e.V.

Gärten mit Geschichte - der Elstersteinpark

Veranstaltungshinweis

Datum: Sonntag, 17. September 2017, 14:30 Uhr
Treffpunkt: DRK-Haus Elstersteinpark, Elversbergerstraße 55, 66386 St. Ingbert
Route: ca. 1,5 Stunden langer Spaziergang durch den ehemaligen „Schlosspark“ unter Führung von Hans-Werner Krick, M.A.
Preis: kostenlos und dennoch nicht umsonst.
Anmeldung: nicht erforderlich. Weitere Infos erhalten Sie bei Hans-Werner Krick, M.A.
Telefon: 0160 9155 9174 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Zu einer ganz besonderen Zeitreise durch die Saarpfalz laden der VFG (Verein zur Förderung der Geschichtsarbeit im Saar-Lor-Lux Raum e.V.) und die Geschichtswerkstatt St. Ingbert bei einem Spaziergang über den Elsterstein in St. Ingbert ein.


Es ist gerade einmal 90 Jahre her, dass die letzte Herrin auf Schloss Elsterstein verstarb. Schlossgärtner Otto Hein machte sich auf zum Standesamt, um das traurige Ereignis beurkunden zu lassen. Seither ist auf dem Berg nichts mehr wie es einmal war. Dem Alleinerben, Rittmeister a.D. Heinrich von Krämer, war St. Ingbert nicht mondän genug, er liebte das gesellschaftliche Leben der Großstadt. Also verkaufte er kurzerhand das gesamte Anwesen und lebte in München auf großem Fuß.

 

Schloss Elsterstein, Gartenseite. Gemalt 1968 von Oswald Hoffmann, Repro: M. Boecker




Und damit begann der Niedergang des Anwesens. Es gab keine Schlossgärtner mehr, die unentwegt die riesige Anlage pflegten. Aus dem abgeschlossenen Privatpark wurde ein städtischer Waldpark, der für alle, die Erholung oder Zerstreuung suchten, von April bis Oktober offen stand. „Auf den weißgestrichenen Bänken und Sesseln, auf denen früher Herr Krämersch und die feine Gesellschaft saßen, hocken nun Buben und Mädel, alte Männer Frauen“, schrieb der St. Ingberter Heimatdichter Karl Uhl und fährt fort: „Sie lachen und plaudern und spucken auf den einst so hochherrschaftlichen Boden, der sich`s gefallen lassen muss.“


Seit einem halben Jahrhundert gibt es auch das Schloss nicht mehr, ebenso wenig den Waldpark oder gar das Arboretum, die exklusive Krämersche Baumsammlung. Selbst die große Fontaine im Schlossgarten ist längst versiegt. Ein Erholungsheim samt Rettungsschule und ein Altersheim krönen die Bergspitze. Asphalt statt geharkter Kieswege, Parkplätze, Wiesenflächen, eine Weiheranlage, Spazierwege. Nichts was es nicht so oder so ähnlich fast überall gibt. Auf den ersten Blick wirkt alles unspektakulär und ohne Bezug zu den einst goldenen Zeiten.


„Es gibt hier wenig zu sehen. Aber es gibt eine ganze Menge zu entdecken!“ Unter diesem Motto öffnet Hans-Werner Krick bei seinem Rundgang den Gästen die Augen für die übersehenen Spuren und noch nicht erkannten Möglichkeiten. Und siehe da, plötzlich tauchen sie auf, die Spuren der Vergangenheit, die man bislang nie wahrgenommen hatte: Ein alter und wunderschön gewachsener Tulpenbaum, uralte Eichen, die teilweise an den Wegen Spalier stehen, seltene Bäume, die eigentlich in St. Ingbert gar nicht vorkommen und wahrscheinlich Nachfahren der einstigen Sammlungsstücke sind. Und dann, mitten in der Stadt, stehen plötzlich Schafe und Ziegen auf einer gezäunten Wiesenfläche. Sollte eigentlich in der „Hauptstadt des Biosphärenreservats Bliesgau“ selbstverständlich sein: lebendige wollige Rasen-Mäher, statt lauter Mähmaschinen. In der Tat, die Tiere „arbeiten“ als Landschaftsgärtner auf dem Berg. Sie sollen nämlich den Elstersteinpark wieder sichtbar werden lassen.

 


Doch es ist nicht nur die Vergangenheit, die auf dem Elsterstein wieder zutage kommt. Der nunmehr lichte Wald ermöglicht auch einen Blick in die Zukunft, animiert zu Visionen und Spekulationen, Tagträumen und Plänen. Der Ortsrat St. Ingbert Mitte hat vor einigen Jahren die Idee aufgegriffen, aus dem Elsterstein wieder ein Schmuckstück werden zu lassen und das Areal als Naherholungsgebiet aufzuwerten. Gewiss, noch sind das alles Visionen und Zukunftsmusik. Doch wer die Augen öffnet, seinen Blick und die Fantasie schweifen lässt, der kann den „neuen Elsterstein“ schon vor seinem geistigen Auge sehen. Wer die Ohren spitzt, hört bereits die Zukunftsmusik, die vielleicht schon bald aus dem kleinen Teehaus als Platzkonzert erklingt…

Aktualisiert (Samstag, den 09. September 2017 um 17:20 Uhr)

 

Weg der Industriekultur

Veranstaltungshinweis

Termin: Samstag, 9. September 2017, 10.30 Uhr

Treffpunkt für die ganztägige Tour ist beim Besucherbergwerk Rischbachstollen am Zechenhaus, Obere Rischbachstraße 13.

Verbindliche Anmeldung bei Abteilung Biosphäre, Fachkräfte und Tourismus, Julia Roos, Tel: 06894/13-737, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Am Samstag, 9. September, findet die nächste Tagestour zum Thema Industriekultur in St. Ingbert "Kohle, Eisen, Glas und Bier – die Industriekultur der Biosphärenstadt St. Ingbert - zwischen Tradition und Zukunftsvision" statt.

Am Zechenhaus beginnt die erste Führung durch das Besucherbergwerk Rischbachstollen mit Besichtigung Zechenhaus sowie "Einfahren in den Stollen". Danach können sich die Teilnehmer mit einem Bergmannsfrühstück stärken.

Der nächste Treffpunkt ist um 13.15 Uhr am Konsumgebäude auf der  Alten Schmelz. Während einer eineinhalbstündigen Führung durch die älteste erhaltene Werksiedlung in Südwestdeutschland erfahren die Teilnehmer Interessantes über Werk und Arbeitersiedlung des ehemaligen Eisenwerkes. Ein "Husarenkaffee" beendet diese Besichtigung.

Alte Möllerhalle

Zum  Abschluss der Tagestour steht gegen 15.15 Uhr eine Besichtigung auf dem Gelände der alten Brauerei Becker an. Bei einer Führung lernen die Teilnehmer den Beckerturm, eines der Wahrzeichen der Stadt St. Ingbert, kennen. Mit einem kleinen Brauerimbiss kann man sich anschließend stärken.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen beschränkt. Der Preis pro Person beträgt 6 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Die Essensangebote können optional bei der Anmeldung dazu gebucht und vor Ort bezahlt werden.

Die Anreise per ÖPNV ist möglich, Infos unter: www.saar-mobil.de oder Tel.: 0 68 94 / 13 123

Aktualisiert (Mittwoch, den 06. September 2017 um 20:04 Uhr)

 
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