Herbststimmung im ehemaligen Englischen Garten der Gebrüder Krämer

Veranstaltungshinweis

Der ehemalige Englische Garten der Gebrüder Krämer beim St. Ingberter Eisenwerk


Datum: Sonntag, 15. Oktober 2017 um 14:30 Uhr
Treffpunkt: Tennisheim am Rentrischer Weg, Rentrisch
Route: ca. 2,5 Stunden lange Wanderung durch die noch erhaltenen und frei zugänglichen Bereiche des ehemaligen Gartens unter Führung von Hans-Werner Krick, M.A.
Festes Schuhwerk und waldgerechte Bekleidung sind empfehlenswert.
Preis: kostenlos

Nutzen Sie das letzte und das schönste Lächeln des Herbstes erfüllt mit den prächtigsten Farben zu einer ganz besonderen Zeitreise. Der VFG – Verein zur Förderung der Geschichtsarbeit im Saar-Lor-Lux Raum e.V.  und die Geschichtswerkstatt St. Ingbert laden Sie ein, einen der bedeutendsten Gärten mit Geschichte in unserer Region zu entdecken: den Englischen Garten der Gebrüder Krämer beim St. Ingberter Eisenwerk.

 

Foto: Dick Mudde, Wikimedia, public domain


Gerade im Herbst, wenn das Laubwerk der Bäume sich bunt einfärbt und gleichzeitig bereits schütter wird, zeigt sich der alte Landschaftsgarten von seiner prächtigsten Seite. Jetzt können die Besucher mit eigenen Augen sehen, was sich die Landschaftsarchitekten und Gartenbauer des frühen 19. Jahrhunderts vorstellten, als sie begannen ihre Gärten mit dem „Auge des Landschaftsmalers“ zu planen und nicht mehr mit dem Zeichenbrett des Architekten, wie es noch ihre Kollegen in der Barockzeit taten. „Das Malerische“ wurde zum Blickfang, ab sofort wirkten Farben, Gerüche, Lichtveränderungen und die dadurch ausgelösten „inneren Empfindsamkeiten der Seele“ auf die Lustwandelnden. Die Harmonie der Symmetrie, die Ordnung und „augenschmeichelnde Gepflegtheit“ des Barockgartens galten als „Alte Zöpfe vergangener Zeiten“. Alles sollte wirken, als sei es von der Natur in vollkommener Schönheit und Anmut geschaffen worden. Nirgendwo sollte die jätende Hand des Gärtners, die rodende Axt de Förster sichtbar werden.


Und gleichzeitig waren die neuen Gärten Kunstwerke, die eines immensen Pflegeaufwandes und einer generationenübergreifenden vorausschauenden Planung bedürfen. Wehe, wenn der Landschaftsgärtner nicht mehr eingreift, reguliert, inszeniert. Dann „greift Mutter Natur zum Pinsel“ und malt das gigantische Landschaftsbild nach eigenen Vorstellungen. So geschehen auch im Englischen Garten der Gebrüder Krämer, der seit gut einem Jahrhundert wieder zum Naturgarten wird. Im „Alten Park“ kann man bei sachkundiger Führung zwischen den Welten wandeln, kann die Spuren der „Landschaftsmalerei“ ebenso entdecken wie den Weg zurück zur Natur. Erschrecken bereiten die neuerdings zunehmenden Spuren von gleichgültigem und rücksichtslosem Umgang der Zeitgenossen und neuen Parkeigentümer mit einem großartigen Erbe. Es ist zu befürchten, dass in wenigen Jahren von dem ehemaligen Gartengemälde nur noch ein wurmstichiger Rahmen und etwas zerfetzte Leinwand überbleiben.

Anmeldung: nicht erforderlich. Weitere Infos erhalten Sie bei Hans-Werner Krick, M.A.
Telefon: 06894 – 38 47 47 oder 0160 9155 9174
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Aktualisiert (Samstag, den 07. Oktober 2017 um 21:18 Uhr)

 
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