Sonntag, 8. September 2013 - 10 Uhr und 13 Uhr

Jenseits des Guten und Schönen  - Unbequeme Denkmale

Unbequeme Denkmale?
Daran mangelt es in St. Ingbert noch immer nicht, obwohl in den letzten Jahrzehnten viele davon beseitigt wurden.


Brandaktuelle Beispiele:

Das ehemalige Modelllager auf dem Gelände des Eisenwerkes. Jahrzehnte lang wurde es dem Verfall überlassen. Nicht die geringste Anstrengung zum Erhalt oder zur Sicherung der Bausubstanz wurde unternommen. Und ganz plötzlich, im vergangenen Dezember, wurde es zu einer so großen Gefahr, dass es unverzüglich abgerissen werden musste. An gleicher Stelle ensteht bereits ein zeitgemäßer Neubau...


Der Kamin auf dem Gelände der ehemaligen Becker-Brauerei. Er galt stets als "Stadtbild prägend" und schien unverzichtbar. Bis er störte (?) und bröckelte, zur Gefahr und zur Kostenfalle (?) wurde. Nun ist er weg, Gefahr und Unterhaltungskosten ebenfalls. Ob sich im kommenden Jahr noch jemand daran erinnert oder gar St. Ingbert nicht mehr wiedererkennt?


Der ehemalige Englische Landschaftsgarten beim St. Ingberter Eisenwerk gehört ebenfalls in die Kategorie der unbequemen Denkmale. Auch sein Zustand ist inzwischen jenseits des Guten und Schönen. Aber noch gibt es ihn, noch kann man bei sachkundiger Führung die Größe und Schönheit der einstigen Anlage erahnen, die von Jahreszeit zu Jahreszeit mehr verfällt und sich zum "Urwald in der Stadt" zurückentwickelt.


Nutzen Sie die Chance und die Gelegenheit zu einem Besuch. Rainer Maria Kreten und Hans-Werner Krick entführen Sie im Namen des VFG - Verein zur Förderung der Geschichtsarbeit im Saar-Lor-Lux Raum e.V.  in eine geheimnisvolle und weitgehend vergessene Landschaft.

 

Der ehemalige Englische Landschaftsgarten, heute ein urbaner Wald mit hohem Entwicklungspotenzial

Geobasisdaten: LVGL des Saarlandes


Treffpunkt: Möllerhalle auf dem Werksgelände. Start: 10 Uhr und 13 Uhr. Dauer ca. 90 Minuten.


Bitte denken Sie an lange Beinkleider und festes Schuhwerk, damit es nicht all zu unbequem wird auf unserer kleinen Expedition. Wir begehen ein Waldgebiet, in dem mit waldtypischen Gefahren wie z.B. herabfallenden Ästen gerechnet werden muss.


Unsere Führungen sind so angesetzt, dass Sie anschließend an den Führungen der Initiative Alte Schmelz teilnehmen können. An diesem Tag findet auch ein Fest auf der Alten Schmelz statt.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die Fotografin Brigitte Falk hat unsere Führungen durch den Alten Park der Gebrüder Krämer am 13. Mai und am 9. September 2012 (Tag des offenen Denkmals) mit ihrer Kamera begleitet.

Herausgekommen ist ihre, ganz persönliche Sicht der Dinge, eine Sicht für Details, die wir ansonsten so nicht bemerkt hätten.

Wir, der VFG, bedanken uns ganz herzlich für die Fotos und möchten gleichzeitig darauf hinweisen, dass die Bildrechte ausschliesslich bei Brigitte Falk liegen.

 

Spaziergang am 13. Mai 2012

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Spaziergang am 9. September 2012

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Sonntag, 15. Juli 2012, 14:30 bis 17:30 Uhr.
Der Englische Garten beim St. Ingberter Eisenwerk
Exkursion mit Hans-Werner Krick durch den ehemaligen Englischen Garten beim St. Ingberter Eisenwerk
Treffpunkt: Alte Schmelz St. Ingbert, Ehemaliges Konsum

Es ist gerade einmal 200 Jahre her, da ließ Sophie Krämer, die Besitzerin des St. Ingberter Eisenwerkes eine große Gartenanlage anlegen. Unter ihren Söhnen Philipp Heinrich und Friedrich Christian wurde der Prunkgarten um einen Englischen Garten erweitert. Mehr als 25 Hektar Fläche wurden von einer Mauer umfasst und nach rein ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet und gepflegt.

Als mit Beginn des 20. Jahrhunderts die letzten Nachkommen der Krämer-Dynastie  aus der Werksleitung ausschieden, verfiel der einst prächtige Landschaftsgarten in einen Dornröschen-Schlaf und verschwand mehr und mehr aus dem Bewusstsein der Menschen.


Hans-Werner Krick nimmt sie mit auf eine Spurensuche und lässt sie den untergegangen Park noch einmal hautnah erleben.
Zu Beginn der Exkursion sehen Sie Bilder und Karten, die deutlich werden lassen, wie der Park entstand und wie er sich im Laufe der Zeit veränderte.

In Zusammenarbeit mit Geographie ohne Grenzen e.V.
Infos und Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Spaziergang durch eine fast vergessene Gartenlandschaft mit Rainer Maria Kreten und Hans-Werner Krick

Sonntag, 19. August 2012, 15:00 bis 18:00 Uhr.
Treffpunkt: St. Ingbert, Alte Schmelz 64 (Ehemaliges Konsum, gegenüber der Möllerhalle)
Lange Hosen und feste Schuhe werden empfohlen.

Der Alte Park beim ehemaligen St. Ingberter Eisenwerk ist ein fast vergessener Englischer Landschaftsgarten aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Familie Krämer ließ ihn auf eigene Rechnung anlegen, gleich nachdem sie das Werk von den Reichsgrafen  von der Leyen erworben hatte. Eine solche Parkanlage war seinerzeit eine absolute Sensation, das Non-Plus-Ultra in Sachen Gartenarchitektur. „Die Krämers“ zeigten, dass die „neuen Industriebarone“ mühelos auf Augenhöhe mit dem alten Adel und seinem feudalen Gehabe repräsentieren konnten.

Förster Kreten an einer Lärche im Buchwald bei Nohfelden


Solche Riesen wie die Lärche bei Nohfelden, der wahrscheinlich mächtigste Baum des Saarlandes, findet man im Englischen Garten in St. Ingbert leider nicht mehr. Der Baum hat in Brusthöhe einen Stammdurchmesser von 1,30 Metern und ist rund 50 Meter hoch. Spannend ist seine Herkunft: Der Samen stammt aus der Alpenregion. Vermutlich wurden die Samen Mitte des 18. Jahrhunderts von protestantischen Emigranten aus dem Salzburger Land mitgebracht.
Foto: Bernhard Paul

Guten Tag, liebe Garten-Spaziergängerinnen und Spaziergänger

Wir freuen uns über Ihr Interesse am ehemaligen Englischen Garten beim St. Ingberter Eisenwerk.
Wir, die Mitglieder des VFG,  Verein zur Förderung der Geschichtsarbeit im Saar-Lor-Lux Raum e.V., beschäftigen uns seit einiger Zeit mit diesem Thema. Daher bieten wir immer wieder Informationsveranstaltungen an, um Menschen auf dieses fast vergessene und gefährdete Kleinod aufmerksam zu machen. Um Ihnen die Orientierung in der Natur ein wenig zu erleichtern, haben wir uns entschlossen, erste Arbeitsergebnisse zur kostenlosen Nutzung ins Netz zu stellen. Um den Bildern möglichst viel Raum zu geben, stehen unsere Anmerkungen am unteren Seitenrand. Je nach Bildschirmformat müssen Sie etwas nach unten rollen, um die Texte vollständig zu sehen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie nicht nur Pläne, Karten und Fotos sondern auch skizzenhafte Anmerkungen und Erläuterungen.
Wir wünschen uns, dass daraus im Laufe der Zeit ein Wegweiser durch den Englischen Garten und seine Vergangenheit wird, die mit dazu beitragen kann, dass es diese Kulturlandschaft auch in Zukunft noch geben wird.

Zum Starten der Präsentation bitte hier klicken.

Zum Herunterladen des Planes von Gartenmeister Antz von 1849 bitte hier klicken.  (PDF,  400 KB)

Zum Herunterladen der Zeichnungsvorschrift für Katasterunterlagen im Königreich Bayern von 1846 klicken Sie bitte hier. (PDF, ca. 18,5 MB)

Machen Sie von dem Material und den Nutzungsmöglichkeiten regen Gebrauch. Empfehlen Sie diese Website weiter und natürlich auch unsere Veranstaltungen, zu denen wir Sie ganz herzlich einladen.
Wenn Sie regelmäßig über unsere Termine informiert werden möchten, lassen Sie uns das bitten wissen. Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Seite.

Eines sollten Sie bitte noch beachten:
Teile des Areals, insbesondere das „Villen-Gelände“ im Anschluss an die Siedlung Alte Schmelz sind Privatgelände. Dies gilt auch für die Areale des Drahtwerkes St. Ingbert, wo sich Spuren der Orangerie und der barocken Gartenanlage befinden. Diese Areale sollten Sie, wenn überhaupt, nur mit ausdrücklicher Erlaubnis betreten.
Bei den anderen Bereichen handelt es sich vorwiegend um Stadtwald, den Sie von Osten her via Rentrischer Weg betreten können. Bitte beachten Sie, dass diese Waldflächen nur sehr extensiv bewirtschaftet werden und Sie mit waldtypischen Gefahren wie herabfallenden Ästen und schwierigem Gelände rechnen müssen.

Auch wenn die Grenzmauer, auf die Sie bei Ihrer Exkursion treffen werden, durchlöchert ist und Ihnen einen problemlosen Zugang zum „Direktorenpark“ ermöglicht, den Sie dann, wenn Sie dem Verlauf der Mauer folgen würden,  über die Siedlung wieder verlassen könnten, denken Sie bitte daran, dass Sie in dabei unbefugt Privatgelände betreten und dafür ggf. zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

Und: Respektieren Sie bitte die Natur und das kulturelle Erbe.
Danke.

Der VFG weist ausdrücklich darauf hin, dass er weder für die Richtigkeit noch die Vollständigkeit dieser Angaben haftet, keine Auforderung zum betreten und/oder erkunden des privaten Geländes ausgesprochen hat und auch keinerlei Haftung übernimmt.

Doch nun erst einmal viel Spaß auf Ihrer Expedition in den ehemaligen Englischen Garten beim St. Ingberter Eisenwerk.
Ihr Team vom VFG

i.V.
Rainer Maria Kreten und Hans-Werner Krick