St. Ingbert erzählt

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Titelbild der Publikation

Das Buch wurde neu aufgelegt und ist wieder über den Buchhandel verfügbar.

Im Jahre 1989 begann eine spannende Spurensuche, die bis heute (2004) nicht beendet ist. Der Gesprächskreis Alltagsgeschichte war das erste Projekt der Geschichtswerkstatt St. Ingbert. Wir wollten von den Menschen erfahren "wie es früher war", suchten nach den Erfahrungen, Erlebnissen und Erklärungen, die wir in den Geschichtsbüchern nicht fanden. Alte Stadtansichten mussten erklärt werden, weil das moderne St. Ingbert, das "die Jungen" nicht mehr kennen gelernt haben, unterscheidet. Berichte aus der Arbeitswelt hiess ein anderes Projekt, das uns verstehen half, wie das Leben und die Arbeit in der alten Industriestadt St. Ingbert aussahen. Und eines Tages schlug Walter Schickel vor, die Geschichte der Vopelius-Wentzelschen Glashütte und der "Kolonie, der Glashüttensiedlung, zu dokumentieren. Ihm war der lieblose Umgang mit seinem vertrauten Lebensumfeld - Zerfall der Glashütte, Teilung des Geländes, Zerstörung des Gefallenendenkmals - ein Dorn im Auge.

Walter Schickel und Gudrun Stark waren monatelang mit dem Tonbandgerät unterwegs, um Interviews zu führen. "Ihr müsst noch unbedingt den oder die besuchen, dort könnt ihr interessante Sachen erfahren." Dieser Satz fiel häufig bei oder nach Interviews und so erweiterte sich der Kreis der Befragten stetig.

Walter Schickel hat viele der über 60 Stunden Bandmaterial verschriftet. Nach seinem Tod hat Hans-Werner Krick die Aufgabe fortgeführt. Seine Aufgabe bestand auch darin, zu kürzen ohne Inhalte zu verfälschen und die von den Interviewpartnern häufig gebrauchte Mundart in die Schriftspreache zu übertragen, und dabei den Sprachstil und die Darstellungsweise weitgehend zu erhalten.

Als 2003 der St. Ingberter Wassermann-Verlag für die Drucklegung des Werkes gewonnen werden konnte, war eine letzte, ganz entscheidende Hürde genommen. Mit Albrecht Zutter fanden wir nicht nur einen engagierten Lektor und Verleger, sondern auch einen Mitarbeiter, der zusätzliche Ideen und Interviews beisteuerte.

Wir möchten allen Beteiligten, insbesondere den Menschen, die uns mit großer Offenheit auch sehr private und persönliche Erinnerungen berichtet haben, die den Mut hatten, auch unbequeme Wahrheiten und Erinnerungen preiszugeben, die uns aus ihren privaten Alben Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben, für ihre Mitarbeit, ihr Engagement und ihr Vertrauen danken. Sie haben unsere Gegenwart mit Schätzen und Werten bereichert, die ansonsten wahrscheinlich vergesen würden und dadurch für immer verloren gingen.

Die Tonaufnahmen, die Sie unter dieser Rubrik finden, entstanden im Rahmen eines Leseabends am 13. November 2004 in der Pfarrei St. Konrad. Die Originalaufnahmen können aus rechtlichen Gründen nicht öffentlich zugänglich gemacht werden. Sie werden zurzeit in digitale Formate überführt und sollen in naher Zukunft dem Landesarchiv des Saarlandes übergeben werden.

 
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